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Initiative zu Klimagerechtigkeit in Basel lanciert

Effektiver Klimaschutz für den Kanton Basel-Stadt gefordert

· Aktuelles

Ein breit aufgestelltes Komitee lanciert die Volksinitiative „für ein klimagerechtes Basel“. Der Kanton Basel-Stadt soll auf einen effektiven Klimaschutz verpflichtet werden. Die Initiative fordert Massnahmen, die dazu beitragen, die globale Temperaturerhöhung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. So sollen im Kanton die Treibhausgasemissionen bis 2030 auf Netto-Null reduziert werden. Für die anstehende, gesellschaftliche Transformation zielt die Initiative auf Innovation und Klimagerechtigkeit.

Dringlichkeit anerkennen: 2030 Netto-Null

Der Basler Grosse Rat hat im Februar 2019 als erstes deutschsprachiges Parlament den „Klimanotstand“ ausgerufen. Und der Bundesrat bekannte sich letzten Herbst, seine Politik so auszurichten, dass der globale Temperaturanstieg von 1,5 Grad nicht überschritten wird. Jedoch wird diese Obergrenze mit den bislang geplanten bundespolitischen und kantonalen Massnahmen bei weitem verfehlt. Damit werden weitreichende und teils fatale Folgen der Klimaüberhitzung in Kauf genommen, wie katastrophale Dürren, Hungersnöte, Überschwemmungen, das Verschwinden der Gletscher oder das Absterben von Wäldern. Angesichts des von der Wissenschaft beschriebenen „planetaren Notstandes“ und im Einklang mit den Forderungen der Klimabewegung verlangt die neu lancierte Initiative, die Treibhausgasemissionen bis 2030 auf Netto-Null zu senken, sowie Klimagerechtigkeit als Leitprinzip anzuerkennen.

Unterstützung durch breit aufgestelltes Initiativkomitee und Challenge for Future

Lanciert wird die Initiative von einem breit zusammengesetzten Komitee, von Alt- Nationalrat Ruedi Rechsteiner zur Basler Pionier-Architektin Barbara Buser, von Nationalrätin Sibel Arslan zur Münsterpfarrerin Caroline Schroeder-Field. Dem Komitee gehören zudem weitere Vertreterinnen aus Politik, Kultur, Bildung, Gewerkschaften und dem Energie- und Umweltbereich an. Zudem wird die Initiative vom KlimaBündnis Basel unterstützt, einer Verbindung von rund 20 Gruppierungen der Klimabewegung. Statt des ursprünglich für den 15. Mai vorgesehenen, schweizweiten Klimastreiks werden die Forderungen in einem spielerischen Wettbewerb „Challenge for Future“ in den realen und digitalen Raum getragen. Weitere namhafte Personen empfehlen die Initiative, wie beispielsweise Mathis Wackernagel, Präsident des Global Footprint Netzwerkes, oder der Basler Bischof Felix Gmür.

Vertiefte Auseinandersetzung in der Bevölkerung gefordert

Keine Initiative kann ohne entsprechendes gesellschaftliches Bewusstsein gewonnen werden. Daher möchten die Initiant*innen eine breite gesellschaftspolitische Auseinandersetzung anregen. „Ohne das Wissen um die Dringlichkeit in der Bevölkerung kann keine zukunftsfähige Klimapolitik vorangebracht werden“, sagt Silvia Henke, Kulturwissenschaftlerin. „Fünf Jahre nach dem Klimaabkommen von Paris sind solche Debatten und konkrete Fortschritte mehr als überfällig“, so Benjamin Plüss, Umweltwissenschaftler

Für gesellschaftliche Innovation und Klimagerechtigkeit

Die Initiative zielt nicht nur darauf, die Emissionen durch den Einsatz von verbesserter Technik rasch zu senken. Vielmehr soll auch die Chance auf gesellschaftliche Innovation ergriffen werden. Zentrales Anliegen ist dabei der Ansatz der Klimagerechtigkeit: Unseren Kindern und Enkeln soll eine Welt übergeben werden, auf der es sich noch ohne Dürren, Brände oder klimabedingten Hungerkrisen leben lässt. Zugleich sollen die Lösungen für den gesellschaftlichen Umbau niemanden zurücklassen. „Es soll keine Verlierer*innen geben. Was wir brauchen ist ein sozialer Wandel, der für alle auch eine Chance ist“ so Barbara Buser vom Initiativkomitee. Die Initiant*innen erhoffen sich nicht zuletzt eine Signalwirkung für andere Kantone und Städte in der Schweiz.

Aus Corona lernen – Risikogruppe Klimaerhitzung: die menschliche Zivilisation

Der Umgang mit Corona zeigte, dass in Krisensituationen weitreichende und wissenschaftlich fundierte Entscheide zu guten Ergebnissen führen und die Gesellschaft bereit für solidarisches Handeln ist. Bei Corona ist ein kleiner Prozentsatz der Bevölkerung als Risikogruppe gefährdet. Bei der Klimaüberhitzung ist es gemäss den Warnungen der Klimawissenschaftler*innen, die gesamte menschliche Zivilisation. Um dem entgegenzuhalten rufen die Initiant*innen auf: „Eine bessere Welt ist noch möglich. Sie macht Lust und Freude! Lasst sie uns gemeinsam gestalten!“

Unterschriftensammlung sistiert, Info-Material und Unterstützung siehe Homepage

Durch die aktuelle Situation zu Covid-19 ist die Sammlung von Unterschriften noch nicht
zugelassen. Auf der Webpage zeigen die Initiant*innen Möglichkeiten zur Unterstützung auf: Zusicherungen für das Sammeln von Unterschriften, den Hashtag #basel2030, personelle Unterstützung und Spenden.

Weitere Informationen & Initiativtext: www.basel2030.ch

Hier das gesamte Mediendossier inklusive vielen Informationen und Begleitmaterial.

Medienkontakt: (Onlineversion ohne Tel-Kontakte), bitte via Mail anfragen

Für Interviewanfragen an das Komitee: medien@basel2030.ch

Mediensprechende der Initiative:
Zoë Roth
Axel Schubert
Rosmarie Wydler-Wälti

Für das Initiativkomitee:
Benjamin Plüss, Umweltwissenschaftler Caroline Schröder-Field, Münsterpfarrerin Jo Dunkel, Projektleiter Stiftung Habitat Sibel Arslan, Nationalrätin
Silvia Henke, Prof. FH für Kulturwissenschaft

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